Mild Cognitive Impairment / Leichte kognitive Beeinträchtigung

Man geht von einer Übergangsphase zwischen normaler Alterung und dem frühesten Stadium, in dem die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert werden kann, aus – eine Vorstufe der Alzheimer-Demenz bei der alltagspraktische Fertigkeiten noch unbeeinträchtigt sind. Der Begriff mild cognitive impairment wurde erstmals in den späten 1980er Jahren von Reisberg und Kollegen verwendet, um Personen zu beschreiben, die zwar Beeinträchtigungen zeigten, die aber noch mit keiner spezifischen Diagnose korrespondierten. Diese Phase leichter kognitiver Beeinträchtigung (englisch „mild cognitive impairment“- kurz „MCI“ genannt) definiert einen Zustand bei älteren Menschen, die kognitive Beeinträchtigungen aufweisen - diese reichen jedoch für die Diagnose einer Demenz nicht aus. Das Konzept des MCI wird als pathologischer Zustand und nicht als eine Manifestation normalen Alterns gesehen.

Studien zufolge leiden 10% bis 20% aller Menschen im Alter von 65 Jahren und darüber an einer leichten kognitiven Beeinträchtigung und etwa 10% bis 15% der Betroffenen entwickeln pro Jahr vermutlich Demenz. So wird eine leichte kognitive Beeinträchtigung zwar mit dem Risiko in Verbindung gebracht an Demenz zu erkranken, aber nicht jeder mit der Diagnose MCI erkrankt in Folge an Demenz. MCI wird als ein heterogenes Syndrom gesehen, dass Vorbote einer möglichen Demenz sein kann.