Musik als „Taktgeber“ für Organismus und Gehirn

Eine hohe Anpassungsfähigkeit, die „Variabilität“ unserer Körperrhythmen ist ein wichtiger Schlüssel zu einer ganzheitlichen Betrachtung unseres Gesundheitszustandes. Sie sagt etwas aus über unsere Vitalität und die Reserven, auf die wir zurückgreifen können, wenn große Anstrengungen zu bewältigen sind. Herz und Hirn hängen dabei eng miteinander zusammen. Mit Hilfe psychophysiologischer  Messmethoden und tiefenpsychologischer Forschung wurde das Audiotherapieverfahren entwickelt, das helfen kann, unser Gehirn mit speziell komponierter Musik „in Takt“ zu halten. Es hilft auch dabei, Körper und Gehirn nach langen Phasen großer Anspannung wieder in ein gesundes Gleichgewicht  zu bringen.

Chronobiologie ist die Wissenschaft, die sich mit den biologischen Prozessen befasst, die zeitabhängig ablaufen. Mit ihrer Hilfe lässt sich eine Reihe von Aspekten erklären, die zur Wirkung von Musik auf den Menschen beitragen. Alle Prozesse in unserem Körper verlaufen periodisch, d.h. in regelmäßigen Zeitabständen – von der Zellteilung über den Herzschlag, von der Atmung bis zum Lebenszyklus eines Haares. Auch in unserem täglichen Handeln folgen wir ständig Rhythmen, die sich in bestimmten Zeitspannen wiederholen – im Idealfall wechseln sich hierbei Anstrengung und Ruhezeiten ab. Betrachtet man genauer, wie sich beides gegenseitig bedingt, wird deutlich: Je tiefer die Entspannung in der Ruhephase ist, desto leistungsfähiger sind wir,  wenn wir wieder aktiv sind. Aber Entspannung allein ist kein Allheilmittel; es kommt vielmehr auf das richtige Verhältnis von Ruhe und Aktivität an.  So, wie ein körperliches Fitnessprogramm nur bei richtig dosierter und langsam gesteigerter Intensität nachhaltig Erfolg bringt, ist es auch bei der Stimulation mit Musik eine Frage der richtigen Dosis zur richtigen Zeit.