Ein neuer Ansatz

Frau TelefonSANOSON forscht in Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Universitäten, u.a. dem Forschungsprogramm MusikMedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg im Bereich integrativer Therapie- und Präventionsstrategien bei Demenz.

Seit dem Jahr 2000 wird im Bereich der Musikwirkungsforschung auf dementielle Erkrankungen geforscht und es gilt inzwischen als gesichert, dass Musik potentiell eine mit keinem anderen Stimulus vergleichbare positive Wirkung auf die Gehirntäigkeit von Alzheimerpatienten hat.

SANOSON entwickelt auf der Grundlage bisheriger Forschungsergebnisse eine neue Form der rezeptiven Musikstimulation, die sowohl präventiv als auch in der Behandlung von Demenzpatienten in frühen und mittleren Stadien eingesetzt werden kann. Hierbei werden emotionale als auch kognitive Aspekte gleichermaßen angesprochen. Da ein enger Zusammenhang zwischen Depression und Symptomen der Demenz besteht, kann SANOSON bei der Entwicklung dieser Programme auf die intensiven Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit im Bereich der depressiven Erkrankungen zurückgreifen.

In einer Reihe von Studien wurde beobachtet, dass auch bei fortschreitenden Nachlassen kognitiver Fähigkeiten bei vielen Demenzkranken die Areale des Gehirns verschont bleiben, die bei der Verarbeitung von Musik zentrale Funktionen einnehmen. Erinnerungen aus dem episodisch-autobiographischen Gedächtnis sind mit emotionalen Konnotationen verbunden, die sich bei gleichzeitigem Musikerleben verstärken und mit den musikalischen Inhalten verbunden werden. Unter der Einwirkung gezielter akustischer Stimulation gelingt es den Betroffenen einerseits besser, sich zu erinnern, andererseits wird das Einspeichern neuer Informationen erleichtert.

Das Verfahren, dass SANOSON für die Behandlung und Prävention der mit Demenzen einhergehenden kognitiven Beeinträchtigungen und affektiven Störungen entwickelt, nutzt die Möglichkeiten, mit geeigneter Stimulation durch speziell komponierte Musiksequezen beide Aspekte in der notwendigen Weise stufenweise anzusprechen und die therapeutischen Effekte durch verschiedene Abfolgen und Wiederholungen anhand individualisierter Hörpläne zu stabilisieren. Das Verfahren besteht aus verschiedenen Komponenten, die je nach Schweregrad der Erkrankung in unterschiedlicher Form angewandt werden können. Hierbei werden zum einen Synchronisationseffekte genutzt, die die psycho-physiologische Regulationsqualität des autonomen Nervensystems stabilisieren und zum anderen mithilfe bestimmter psychoakustischer Verfahren die Plastizität synaptischer Verbindungen fördern und die Kohärenz zwischen korresponidierenden Hirnarealen anregen.

 

Forschungsziele

  • Entwicklung und Evaluierung einer ganzheitlich wirksame und nebenwirkunsgfreie Audio-Anwendung, die gezielt die kognitiven Fähigkeiten demenzgefährdeter und -betroffener Menschen verbessert
  • die emotionale Befindlichkeit stabilisiert und stimmungsaufhellend wirkt
  • die neuronale Aktivität des Gehirns anregt und trainiert
  • das autonomen Nervensystems ausgleicht
  • die Erinnerungsfähigkeit verbessert
  • zum Erhalt der Kommunikationsfähigkeit beiträgt
  • die Orientierungsfähigkeit unterstützt und die
  • Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen und Betreuer steigert und erhält

 

Bisherige Erfahrungen zeigen:

  • Die Anwendung ist einfach und unkompliziert in den persönlichen Alltag integrierbar.
  • Die Wirkung ist rasch spürbar
  • Keine unerwünschten Nebenwirkungen
  • Keine Stigmatisierung

 

Das Projekt wird von departure gefördert.

 

 

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